Bestattung aus Sicht der Kirche

Katholische Kirche

Die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit des Todes beginnt am besten mitten in einem Leben.

„Alles was zerfällt, gehört der Erde.
Doch alles, was uns lieb ist, gehört dem Himmel.
Nimm, Erde, den Staub.
Nimm, Himmel, unsere Verstorbenen.“

Mit diesem Wort des Kapuzinerpaters Anton Rotzetter kommt die christliche Hoffnung zum Ausdruck, dass wir Menschen zwar vergängliche Wesen sind, aber in uns ewiges Leben tragen. Der Tod ist eine harte Realität, er hat aber nicht das letzte Wort. Mit dem Tod und der Auferweckung Jesu schöpfen wir Mut, dass auch wir bei Gott eine große und helle Zukunft haben. Es ist Aufgabe der christlichen Gemeinde, ihre verstorbenen Mitglieder in Würde zu verabschieden und Gott für ihr Dasein zu danken. In den Gottesdiensten empfehlen wir sie der Freundlichkeit und Macht Gottes und sprechen den trauernden Angehörigen Mut und Trost zu. Das kann auf verschiedene Weise geschehen. Mit der Feier der Eucharistie in der Kirche wird das Leben und der Tod des Verstorbenen in eine besondere Nähe zu Jesus Christus gebracht, der für die Glaubenden Weg und Wahrheit zum Leben ist. Bei der Verabschiedung in der Trauerhalle und dem anschließenden Gang zum Grab stehen die persönliche Geschichte des Verstorbenen, seine Spuren, die er hinterlässt und die Tröstung der trauernden Angehörigen im Vordergrund.

Der Bestatter spricht in der Regel mit unserem Pfarrbüro die Zeit der Trauerfeier ab. Ein mit dem Begräbnisdienst beauftragtes Gemeindemitglied oder ein Seelsorger sucht mit den Angehörigen das Gespräch. Hier wird in Dankbarkeit auf das Leben des Verstorbenen geschaut und gemeinsam überlegt, wie der Abschiedsgottesdienst (wenn gewünscht: in der Kirche und) auf dem Friedhof gestaltet werden kann. Wenn gewünscht, stehen die Seelsorger auch in der Zeit nach der Bestattung zur persönlichen Begleitung und Trauerbewältigung zur Verfügung.

Die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit des Todes beginnt am besten mitten in einem Leben aus der Liebe. Von Papst Franziskus stammt das Wort: wer Barmherzigkeit übt, fürchtet den Tod nicht. Denn er hat dessen Gesicht schon in den Wunden der Mitmenschen geschaut und ihn mit der Liebe Jesu Christi überwunden.

Text verfasst von Propst Dr. Thomas Eicker, der Ihnen auch gerne bei Rückfragen zur Verfügung steht: Katholisches Pfarramt St. Mariae Geburt, Kempen 02152 / 14177-0 oder per E-Mail: thomas.eicker@st-mariae-geburt-kempen.de

 

 

 

 

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